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UV-C-Desinfektion

 

Die UV-C-Desinfektion ist ein physikalisches Verfahren zur Inaktivierung von Mikroorganismen mithilfe kurzwelliger ultravioletter Strahlung. Sie wird eingesetzt, um die mikrobiologische Kontamination von Oberflächen, Luft und Wasser zu reduzieren. Die Wirksamkeit und die Einsatzmöglichkeiten hängen von der Auslegung des jeweiligen Systems ab.

 

WAS IST UV-C-DESINFEKTION?

 

Die Anwendung ultravioletter Strahlung zur Inaktivierung von Mikroorganismen ist bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. UV-C-Strahlung ist ein Teil des ultravioletten Spektrums mit Wellenlängen von etwa 100 bis 280 nm.

UV-C-Strahlung kann die Nukleinsäuren (DNA bzw. RNA) von Mikroorganismen schädigen und dadurch ihre weitere Vermehrung verhindern beziehungsweise sie inaktivieren.

ULTRAVIOLETTES SPEKTRUM

  • UV-A (315–400 nm): langwellige ultraviolette Strahlung.
  • UV-B (280–315 nm): mittelwellige ultraviolette Strahlung.
  • UV-C (100–280 nm): kurzwellige ultraviolette Strahlung, die unter anderem zur Desinfektion eingesetzt wird.

Für die Desinfektion werden häufig UV-C-Lampen mit einer Wellenlänge von etwa 254 nm eingesetzt. Die Wirksamkeit hängt von der Art des Mikroorganismus, der aufgenommenen Strahlungsdosis und den Expositionsbedingungen ab.

 

WIE FUNKTIONIERT DIE UV-C-TECHNOLOGIE?

 

UV-C-Strahlung wirkt auf Mikroorganismen, indem sie Schäden an ihrem genetischen Material verursacht. Bei ausreichender Exposition kann sie verschiedene Bakterien, Viren und Pilzsporen inaktivieren.

Das Gerät SteriPro verwendet UV-C-Lampen mit einer Wellenlänge von 254 nm. Es ist für die Raumdesinfektion als ergänzende Maßnahme im Rahmen entsprechend geplanter Hygieneverfahren vorgesehen.

VORTEILE DER UV-C-DESINFEKTION

  • Inaktivierung verschiedener Arten von Mikroorganismen bei ausreichender Strahlungsdosis.
  • Desinfektion ohne direktes Auftragen chemischer Desinfektionsmittel.
  • Ergänzung bestehender Reinigungs- und Desinfektionsverfahren.
  • Einsatzmöglichkeiten im Gesundheitswesen und in anderen Bereichen mit erhöhten Hygieneanforderungen.

Die UV-C-Desinfektion ersetzt keine mechanische Reinigung. Gegenstände und Oberflächen, die sich im Schatten befinden oder nicht ausreichend bestrahlt werden, erhalten möglicherweise nicht die für eine wirksame Desinfektion erforderliche Dosis.

Sicherheit: Direkte UV-C-Exposition kann Augen und Haut schädigen. Daher müssen geeignete Schutzmaßnahmen getroffen und die Anweisungen des Geräteherstellers beachtet werden.

 

WOVON HÄNGT DIE WIRKSAMKEIT DER UV-C-DESINFEKTION AB?

 

Für eine wirksame Desinfektion muss ein Mikroorganismus eine ausreichende UV-C-Strahlungsdosis erhalten. Diese hängt von der Bestrahlungsstärke und der Expositionsdauer ab. Darüber hinaus spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle.

  • Expositionsdauer: Eine längere Exposition kann die aufgenommene Dosis erhöhen.
  • Bestrahlungsstärke: Sie hängt von der Strahlungsquelle, dem Abstand und weiteren Bedingungen ab.
  • Wellenlänge: Unterschiedliche Wellenlängen weisen eine unterschiedliche Wirksamkeit auf.
  • Anordnung der Gegenstände: Hindernisse und Schattenbereiche verringern die direkte Bestrahlung.
  • Oberflächeneigenschaften: Reflexionsvermögen und Raumgeometrie beeinflussen die Verteilung der Strahlung.
  • Art des Mikroorganismus: Die Empfindlichkeit gegenüber UV-C-Strahlung unterscheidet sich je nach Mikroorganismus.

Bei der Auslegung von UV-C-Systemen können auch reflektierende Oberflächen eine wichtige Rolle spielen. Materialien mit geeigneten Reflexionseigenschaften im UV-C-Bereich können zu einer besseren Strahlungsverteilung beitragen, beseitigen jedoch nicht alle Schattenbereiche.

 

UV-C-DESINFEKTION IM KRANKENHAUS

 

In einer 2015 in der Fachzeitschrift American Journal of Infection Control veröffentlichten Pilotstudie wurde in einem US-amerikanischen Krankenhaus der Einsatz eines mobilen UV-C-Systems als ergänzende Maßnahme zur Desinfektion der Krankenhausumgebung untersucht.

Während der Durchführung des UV-C-Desinfektionsprogramms dokumentierten die Forschenden einen Rückgang der Inzidenz von mit der Gesundheitsversorgung assoziierten Infektionen um 34,2 % im Vergleich zum Zeitraum vor Einführung der Maßnahme.

Dabei handelt es sich um das Ergebnis einer konkreten Pilotstudie und nicht um eine garantierte Reduktion der Infektionsrate bei jeder Anwendung der UV-C-Technologie. Auch andere Maßnahmen zur Infektionsprävention und die Arbeitsorganisation können die Ergebnisse beeinflussen.

Quelle: Napolitano N. A., Mahapatra T., Tang W. (2015). The effectiveness of UV-C radiation for facility-wide environmental disinfection to reduce health care-acquired infections. American Journal of Infection Control, 43(12), 1342–1346. Studie lesen .

 
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